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Neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit bei der EURO 2024

Beim erstmalig durchgeführten Respekt-Forum in Frankfurt haben sich die deutsche Bundesregierung, der DFB und die UEFA verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Endrunde im kommenden Sommer ein bleibendes Vermächtnis für den Fußball, die Gesellschaft und den Umweltschutz hinterlässt.

Getty Images

Die deutsche Bundesregierung, der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die UEFA haben ihre Entschlossenheit bekräftigt, gemeinsam sicherzustellen, dass die UEFA EURO 2024 im kommenden Sommer in Deutschland die nachhaltigste EM-Endrunde der Geschichte wird.

„Die EURO 2024 wird neue Maßstäbe für Sportgroßereignisse setzen – mit einem gemeinsamen, ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatz vor, während und nach der Veranstaltung“, erklärte Nancy Faeser, Bundesministerin des Innern und für Heimat, beim erstmalig durchgeführten Respekt-Forum am DFB-Sitz in Frankfurt.

Michele Uva, UEFA-Direktor soziale und ökologische Nachhaltigkeit, sagte:

„Wir arbeiten täglich gemeinsam daran. Die EURO 2024 ist eine große Chance für uns, zu zeigen, wie Nachhaltigkeit entscheidend zum Erfolg der Veranstaltung beitragen kann. Wir schaffen nicht nur ein Vermächtnis für Deutschland, sondern für den gesamten europäischen Fußball und andere Sportarten, falls wir sie dazu inspirieren können“.

Yuliia Perekopaiko/DFB

Nachhaltigkeit als Teil der DNA des Turniers

Andreas Schär, Geschäftsführender Direktor der EURO 2024 GmbH, erklärte, wie Nachhaltigkeit zu einem „Teil der DNA des Turniers“ werden soll. So wurde etwa der Spielplan der Gruppenphase so gestaltet, dass der Reiseaufwand zwischen den zehn Austragungsstädten möglichst gering gehalten wird.

„Der Spielplan steht bereits und wir haben versucht, ihn so nachhaltig wie möglich zu gestalten“, sagte Martin Kallen, CEO der UEFA Events SA, und gab einen umfassenden Überblick über die Vorbereitungen für das Turnier im nächsten Jahr.

„Nachhaltig bedeutet, dass jede Mannschaft zweimal in einem Cluster spielen wird. So können sich die Mannschaften an das jeweilige Stadion gewöhnen und die Fans können für zwei Spiele in derselben Gegend bleiben. Das ist ein sehr wichtiger Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie, und wenn die Mannschaften und Fans reisen, möchten wir, dass sie dies per Bus oder Bahn tun.“

Martin Kallen, CEO der UEFA Events SA (vorne) und Nancy Faeser, Bundesministerin des Innern und für Heimat (Zweite von links) beim UEFA-Respekt-Forum.
Martin Kallen, CEO der UEFA Events SA (vorne) und Nancy Faeser, Bundesministerin des Innern und für Heimat (Zweite von links) beim UEFA-Respekt-Forum.Yuliia Perekopaiko/DFB

Wie vor kurzem im Rahmen einer Partnerschaft mit der Deutschen Bahn bekanntgegeben, können Personen mit Eintrittskarten für Reisen innerhalb Deutschlands bei der Deutschen Bahn ermäßigte Fahrkarten erwerben, wenn sie die Hin- und Rückfahrt im Fernverkehr zurücklegen; zudem wird Ticketinhaber/-innen, die aus dem Ausland anreisen, ein ermäßigter InterRail-Pass angeboten.

In den Austragungsstädten selbst können Fans mit Eintrittskarten während 36 Stunden den öffentlichen Nahverkehr kostenlos nutzen.

Nachhaltigkeit als Zukunftsmodell

„Wir wollen, dass die EURO 2024 mit gutem Beispiel vorangeht, und ein Nachhaltigkeitskonzept entwickeln, das künftig für alle Wettbewerbe gilt“, erklärte Michele Uva.

Bei der Endrunde im nächsten Sommer werden auch die neuen UEFA-Richtlinien für nachhaltige Infrastruktur, die letztes Jahr in Mainz vorgestellt wurden, in allen zehn Stadien zur Anwendung kommen.

Bleibendes Vermächtnis

Der DFB nutzt das Turnier auch dazu, aufzuzeigen, wie die 25 000 Fußballklubs sowie die 2,2 Millionen Amateurspieler/-innen in Deutschland Nachhaltigkeit im Rahmen ihrer Vereinskultur leben können.

DFB-Generalsekretärin Heike Ullrich:

„Wir werden dieses Turnier nutzen, um alle Beteiligten auf allen Ebenen, in Vereinen und Regionalverbänden, dafür zu sensibilisieren, wie wir alle einen Beitrag leisten können, Sorge zu unserer Gesellschaft und unserer Umwelt für künftige Generationen zu tragen.“

Yuliia Perekopaiko/DFB

Respekt-Forum

Ein Jahr vor dem Auftakt zur EURO 2024 kamen beim Respekt-Forum am 28. und 29. Juni am DFB-Sitz über 200 Fachleute und Interessenträger aus dem gesamten europäischen Fußball zusammen, um „zu kollektivem Handeln zu inspirieren, zu animieren und anzutreiben“.

Heike Ullrich bezeichnete diese Tagung als erstes Beispiel für das Vermächtnis der EURO 2024 für den europäischen Fußball. „Ohne die EURO 2024 hätte dieses Forum hier in Frankfurt nicht stattgefunden“, so die DFB-Generalsekretärin. „Durch die Zusammenarbeit hier mit Ihnen hat das Vermächtnis bereits begonnen.“