Zehn für die Zukunft: Sind dies die kommenden Stars des Frauenfußballs?
Monday, January 1, 2024
Article summary
Wir haben uns zehn junge Spielerinnen herausgesucht, auf die es 2024 zu achten gilt.
Article top media content
Article body
Wir haben uns zehn junge Spielerinnen herausgesucht, auf die es 2024 zu achten gilt.
Diese Liste wurde von UEFA.com ausgewählt und soll nicht mit bestehenden Auszeichnungen konkurrieren.
Aggie Beever-Jones (ENG, 20 – Chelsea)
Beever-Jones, die im Alter von sieben Jahren vom FC Chelsea entdeckt wurde, ist die erste Nachwuchsspielerin des Vereins, die den Sprung in die erste Mannschaft geschafft hat. Im Januar 2021 gab sie im Alter von 17 Jahren ihr Debüt in der ersten Mannschaft und verbrachte einige Spielzeiten auf Leihbasis bei Bristol City und Everton, bevor sie in dieser Saison in den Kader der Blues zurückkehrte.
"Sie wurde als Akademiespielerin verliehen und kam als Spielerin der ersten Mannschaft zurück", so Chelseas Trainerin Emma Hayes über die vielseitig einsetzbare Angreiferin, die bisher vor allem als Einwechselspielerin zum Einsatz kam, aber auch regelmäßig ins Netz traf.
Beever-Jones erzielte bei der U19-EURO der Frauen 2022 zwei Tore gegen Norwegen, gehört jetzt zur englischen U23-Auswahl und wird für 2024 aller Voraussicht nach in die A-Nationalmannschaft berufen. In ihren eigenen Worten auf der Website des FC Chelsea: "Ich bin eine Stürmerin, die überall in der Offensive spielen kann und die gerne am Ball ist, kreativ ist und für den Unterschied sorgen kann."
Fiamma Benítez (ESP, 19 – Valencia)
Als Tochter argentinischer Eltern hat sich Fiamma dafür entschieden, ihr Geburtsland zu vertreten, und sie hat bereits einige Erfolge vorzuweisen. In den letzten Jahren trug sie dazu bei, dass Spanien die U19-EURO der Frauen 2022 und 2023 sowie die FIFA U-20-Weltmeisterschaft der Frauen 2022 gewinnen konnte. Im Jahr 2022 wechselte sie von Levante nach Valencia und gab ihr Debüt in der spanischen A-Nationalmannschaft bei einem 7:0-Sieg gegen Argentinien.
Fiamma ist eine Spielmacherin, die auch auf dem Flügel agieren kann. Sie hat ein gutes Auge für das Tor und traf gegen Jamaika und Schweden für die spanische A-Nationalmannschaft im Jahr 2023. Heute ist sie ein wichtiger Bestandteil der ersten Mannschaft Valencias, und ihre Nominierung für den Kader Spaniens bei einer solchen starken Konkurrenz ist ein Beweis für ihr Talent und ihr Potenzial.
Daniëlle de Jong (NED, 21 – Twente)
De Jong war die erste Spielerin, die 2021 den Sprung von Jong PSV in die erste Mannschaft von PSV Eindhoven schaffte. Als im Februar ihr Wechsel zu Twente bekannt gegeben wurde, war sie bei PSV allerdings eher noch Ersatztorhüterin.
Als Nachfolgerin der von Aston Villa verpflichteten niederländischen Nummer 1 Daphne van Domselaar gab De Jong ihr Debüt im niederländischen Supercup gegen Ajax. Bei ihrem Debüt in der UEFA Women's Champions League in Runde 1 gegen Sturm Graz blieb sie ebenfalls ohne Gegentreffer.
Aufgrund ihrer Leistungen wurde De Jong im September in den Kader der niederländischen A-Nationalmannschaft berufen. Nach dem Auswärtssieg bei ihrem alten Verein PSV im November sagte De Jong auf der Website von Twente: "Ich wusste, dass ich gute Chancen hatte, aber natürlich musste ich es erst einmal schaffen. Ich habe im Training mein eigenes Ding gemacht und alles gegeben, das hat sich ausgezahlt."
Giulia Dragoni (ITA, 17 – Barcelona)
Dragoni, die in der Akademie von Pro Sesto und Inter ausgebildet wurde, wurde im Alter von 14 Jahren in die U19 Italiens berufen und war kurz nach ihrem 16. Geburtstag im November 2022 die jüngste Spielerin, die in der Serie A in der Profi-Ära eingesetzt wurde.
2023 ging es weiter bergauf. Im Januar verpflichtete der FC Barcelona Dragoni als erste Nicht-Spanierin für La Masia, und sie spielte eine Schlüsselrolle beim Gewinn der neu geschaffenen nationalen zweiten Liga mit der B-Mannschaft. Italien berief sie daraufhin in den Kader für die FIFA-Weltmeisterschaft der Frauen. Nach ihrem Debüt im Freundschaftsspiel gegen Marokko stand sie in allen Spielen der Endrunde in der Startelf und löste damit Giuseppe Bergomi als jüngste Spielerin ihres Landes bei einer WM-Endrunde ab und krönte damit eine Saison, die sie in der Qualifikation zur U17-EURO der Frauen begonnen hatte.
Ihr Debüt in der ersten Mannschaft des FC Barcelona gab sie im November, im Dezember bekam sie dann schließlich ihre ersten Minuten in der Champions League. Dragonis Fähigkeiten, ihre Energie sowie ihre Ballbeherrschung haben dazu beigetragen, dass sie sich immer wieder gegen etablierte Spielerinnen durchsetzen konnte.
Noemi Ivelj (SUI, 17 – Grasshoppers)
Die Schweiz hinterließ bei der U17-EURO der Frauen 2023 in Estland einen starken Eindruck, vor allem mit dem 2:1-Sieg gegen Deutschland, mit dem sie ins Halbfinale einzog. Die Torschützinnen in diesem Spiel waren Mittelfeldspielerin Iman Beney, die überraschend in den Kader der Schweizer A-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft berufen wurde und sich kurz vor der Endrunde eine Kreuzbandverletzung zuzog, und Innenverteidigerin Ivelj, die den entscheidenden Elfmeter verwandelte.
Ivelj, die gegen Ende der Saison 2022/23 bereits häufig in der Super League im Mittelfeld der Grasshoppers in der Startelf stand, rückte im September direkt in den Kader der Schweizer A-Nationalmannschaft auf und feierte in der UEFA Women's Nations League auswärts gegen Weltmeister Spanien ein Traumdebüt. Die damalige Schweizer Trainerin Inka Grings lobte die defensive Flexibilität der erst 16-jährigen Ivelj, und es wäre keine Überraschung, sie bei der UEFA Women's EURO 2025 im Kader der A-Auswahl der Gastgeberinnen zu sehen.
Rosa Kafaji (SWE, 20 – Häcken)
Kafaji, die in der Akademie von AIK ausgebildet wurde und noch vor ihrem 16. Geburtstag den Sprung in die erste Mannschaft in der zweiten Liga schaffte, zeigte schnell ihr Offensivtalent und verhalf dem Verein aus Solna in der Saison 2020 mit zwölf Toren zum Titel und zum Aufstieg. Im darauffolgenden Jahr nahm Kafaji an einem Trainingslager der schwedischen A-Nationalmannschaft in Malta teil und spielte regelmäßig für AIK in der Damallsvenskan, bevor sie zu Häcken wechselte.
Ein Beinbruch in ihrem ersten Freundschaftsspiel für Häcken im Januar 2022 setzte sie für den Großteil des Jahres außer Gefecht, aber 2023 nahm Kafajis Karriere wieder Fahrt auf. Sie war mit zwölf Treffern Häckens beste Torschützin, als man den Titel in der Damallsvenskan nur aufgrund der Tordifferenz verpasste. Kafaji glänzte in ihrer ersten Saison in der UEFA Women's Champions League und traf in den beiden ersten Gruppenspielen ihres Vereins gegen Paris FC (wo sie zur Spielerin des Spiels gewählt wurde) und Real Madrid.
Kafaji gab ihr Debüt in der schwedischen A-Nationalmannschaft beim Heimspiel gegen Italien in der UEFA Women's Nations League. Sie wurde nach 86 Minuten eingewechselt, als ihre Mannschaft bereits mit 0:1 zurücklag, um dann doch noch ein Unentschieden zu holen. "Das ist erst der Anfang", sagte Kafaji nach dem Spiel.
Franziska Kett (GER, 19 – Bayern München)
Kett, die 2020 im Alter von 15 Jahren von Grün-Weiß Deggendorf zum FC Bayern wechselte, stieg schnell von der U17 in die Reserve und im September 2022 in die erste Mannschaft auf. In der vergangenen Saison kam sie sowohl in der UEFA Women's Champions League als auch in der Bundesliga regelmäßig als EInwechselspielerin zum Einsatz.
Nachdem sie bereits bei der U19-EURO der Frauen 2022 für Deutschland gespielt hatte, war sie auch im vergangenen Sommer dabei und schoss im Halbfinale gegen Frankreich den Siegtreffer in der Verlängerung. Obwohl Spanien das Endspiel im Elfmeterschießen gewann, wurde Kett in das Team des Turniers gewählt.
Die dynamische und schnelle 19-Jährige kann in der Offensive viele Positionen spielen, wird aber meist auf der linken Seite eingesetzt. An jungen Talenten mangelt es in Deutschland nicht, aber für Kett, Gewinnerin der Fritz-Walter-Medaille bei der U19 2023, sieht die Zukunft besonders vielversprechend aus.
Valentina Mädl (AUT, 17 – St. Pölten)
Die Österreicherinnen werden immer stärker, und die Entwicklung von Mädl deutet darauf hin, dass eine noch bessere Zukunft bevorstehen könnte. Mädl, die sich in der Jugend als Torjägerin einen Namen gemacht hat, wechselte im Mai 2022 von Austria Wien nach St. Pölten und trug in ihrer ersten Saison mit zehn Toren zum Titelgewinn bei. Auch in der Champions League kam sie neunmal zum Einsatz, dabei stand sie in der Gruppenphase unter anderem gegen die Roma und Wolfsburg in der Startelf.
Die 17-Jährige hat auf internationaler Ebene bei der U17 bereits 20 Tore in 13 Spielen erzielt und Österreich erst zum zweiten Mal zur Endrunde der U19-EURO 2023 geführt. In Belgien erzielte Mädl im vergangenen Juli das einzige Tor beim 1:0-Sieg gegen die Niederlande und traf auch beim 3:3-Unentschieden gegen die Gastgeberinnen. Mit diesem Ergebnis belegte Österreich den dritten Platz in seiner Gruppe und sicherte sich damit die Teilnahme an der FIFA U20-Weltmeisterschaft der Frauen 2024. Es wird die erste Endrundenteilnahme der Frauen des Landes bei einer Weltmeisterschaft überhaupt.
In dieser Saison hat Mädl sowohl in der nationalen Liga als auch in der Champions League an ihre starken Leistungen angeknüpft und beim 4:0-Sieg in Valur im Hinspiel der zweiten Runde, der den Einzug in die Gruppenphase so gut wie sicher machte, zwei Treffer erzielt. Sie wurde dann durch eine Schulterverletzung ausgebremst, aber Mädl strebt ihr Comeback in den letzten beiden Gruppenspielen der Champions League im Januar an.
Louna Ribadeira (FRA, 19 – Paris FC)
Die aus der PFC-Akademie stammende Ribadeira schaffte zu Beginn der Saison 2021/22 erstmals den Sprung in die erste Mannschaft. Am Ende der Saison verhalf sie Frankreich zum Einzug ins Halbfinale der U19-EURO der Frauen, doch so richtig platzte der Knoten erst 2023.
Ihre Tore führten Frankreich zu einer weiteren U19-EURO der Frauen, und in Belgien glänzte sie mit vier Treffern als Torschützenkönigin. Trotz der Halbfinalniederlage gegen Deutschland, bei der sie zwei Treffer erzielte, wurde sie am Ende zur Spielerin des Turniers gewählt.
Es ging gut weiter, als Ribadeira im Halbfinale der ersten Runde gegen Kryvbas Kryvyi Rih ihr Debüt in der Champions League gab, bevor sie drei Tage später eingewechselt wurde und den entscheidenden Elfmeter im Finale gegen Arsenal verwandelte. Ribadeira kam auch in beiden Spielen der zweiten Runde gegen Wolfsburg zum Einsatz und hat ebenfalls ihr Debüt in der Gruppenphase gegeben, während sie in der französischen Liga bereits regelmäßig trifft. Mit ihrer Laufarbeit und ihrem präzisen Abschluss ist Ribadeira eine Gefahr für jede Abwehr.
Maša Tomašević (MNE, 16 – Budućnost)
Tomašević spielt seit ihrem 14. Lebensjahr in der ersten Mannschaft von Budućnost - kein Wunder, wenn man bedenkt, wie eiskalt sie vor dem Tor ist. Nach vier Treffern in der Saison 2021/22 erzielte sie in der vergangenen Spielzeit 28 Tore in 20 Spielen, die zweitmeisten in der höchsten Spielklasse in Montenegro, und verhalf ihrem Verein außerdem zum Gewinn des Jugendtitels. Auch in dieser Saison hat sie eine ähnliche, wenn nicht sogar höhere Trefferquote.
Für ihr Land erzielte sie neun Tore in drei Spielen beim Miniturnier der zweiten Runde der U17-EURO der Frauen im vergangenen März. Im darauffolgenden Monat gab sie im Alter von 15 Jahren ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft Montenegros in einem Freundschaftsspiel gegen Nordmazedonien und wurde später in der UEFA Women's Nations League viermal eingewechselt.
LISTEN AUS DEM VORJAHR
2023
Mara Alber
Nicole Arcangeli
Serina Backmark
Esmee Brugts
Laurina Fazer
Signe Gaupset
Vicky López
Nina Matejić
Ana Milović
Katie Robinson
2022
Jule Brand
Naomie Feller
Maja Jelčić
Romée Leuchter
Maya Le Tissier
Misa Rodríguez
Emma Snerle
Elisabeth Terland
Jarne Teulings
Katja Wienerroither
2021
Vicky Becho
Julie Blakstad
Haley Bugeja
Lene Christensen
Svenja Fölmli
Paulina Krumbiegel
Lauren James
Sveindís Jane Jónsdóttir
Eva Navarro
Lena Oberdorf
2020
Laia Aleixandri
Hanna Bennison
Emilie Bragstad
Lauren Hemp
Sophia Kleinherne
Anna Koivunen
Melvine Malard
Jamie-Lee Napier
Sofie Svava
Nikita Tromp